Rosa Rieck
Rosa Rieck
Gigantische Einsamkeit
Premiere 15.01.25
Werk*raum Münchner Kammerspiele
Eine Groteske über die Verdrängung von Trauer und das Ringen mit dem Ausdruck von Mitgefühl
Wie gehen wir um mit Tod und Verlust? Welchen Raum nimmt Trauer in unserer Gesellschaft ein? Und wie lässt sich Mitgefühl ausdrücken?
Im Haus am Ende der Straße ist ein Bewohner gestorben. Die Nachbarschaft versammelt sich, um den hinterlassenen Hausrat unter sich aufzuteilen. Um die Dinge sammeln sich Geschichten und Erinnerungen, es spannt sich ein Leben auf, dass es nicht mehr gibt. Unfähig, die Trauer, um den Verlust zuzulassen oder der Hinterbliebenen ihr Mitgefühl auszudrücken, verstricken sich die Nachbar*innen immer weiter in einen Kampf um Anerkennung, Besitz und Aufmerksamkeit. Nach und nach drängen die unausgesprochenen Familienkonflikte an die Oberfläche, die Sehnsüchte nach einem Ausweg aus dem bedeutungslosen Leben, die Angst vor dem Tod. Auch der kleine Roboterhund, der im Nachlass gefunden wird und von einer Firma als Trauerbewältigungshelfer ausgesandt wurde, ist nicht in der Lage ihnen zu helfen sich dem doch so unangenehmen und ausweglosen Gefühl von Verlust anzunähern. Seine Übungen zur Beileidsbekundigungen schicken Tino, Heiko, Josefine und Jolanda auf eine Suche nach dem richtigen Ausdruck von Mitgefühl, nach einer Lösung für den Tod und nacheinander.
„Gigantische Einsamkeit“ erzählt vom Umgang mit Verlust und der Kommerzialisierung von Trauer. Von einer Maschine, die ein Gefühl behauptet, und einer Gesellschaft, die um das ihrige ringt.
Eine zarte und zugleich bitterböse Komödie über eine von Gefühl und Mitgefühl entfremdete Gesellschaft.
Eine Groteske über die Verdrängung von Trauer und das Ringen mit dem Ausdruck von Mitgefühl
MIT Paul Fontheim, Samuel Koch, Stefan Merki,
Annika Neugart, Konstantin Schumann, Lucy Wilke
REGIE Rosa Rieck
TEXT Paula Kläy
AUSSTATTUNG Katharina Quandt
MUSIK/SOUND Jan Godde
DRAMATURGIE Theresa Schlesinger, Paulina Wawerla
REGIEASSISTENZ Milo Čortanovački
OUTSIDE EYE CHOREOGRAPHIE Franca Burandt
TON Nicholas Brown
LICHT Yoshi Rube Goldberg
VIDEO Dirk Windloff
VERANSTALTUNGSTECHNIK Eliza Aistermann, Manuel Giesek, Nikos Leeb, Florian Limmer, Klaus Möbius
REGIEHOSPITANZ Lucie Berkholz, Luzian Padberg
BÜHNENBILDHOSPITANZ Julia Dengler
KOSTÜMBILDHOSPITANZ Katharina Meyndt
BEGLEITUNG ZUGÄNGLICHKEIT / ALL ABLED ARTS Nele Jahnke
TECHNISCHE PRODUKTIONSLEITUNG Maxi Blässing
KÜNSTLERISCHE PRODUKTIONSLEITUNG Angelika Koch
Dauer ca. 1h
„Gigantische Einsamkeit“ – Theaterpremiere über Trauer und Kommerz
im Deutschlandfunk Kultur Podcast Kompressor
Beitrag vom 14. Januar 2025, 14:37 Uhr
„Das hat viel Witz, zeigt aber natürlich, woran hier alle kranken. Nämlich daran, sich mit ihren Gefühlen zu verbinden. (…) So gleicht der Abend einer Anekdote, die rasch von den Lippen geht und doch nach bitterer Wahrheit schmeckt.“
Süddeutsche Zeitung – 17.1.25
„Regisseurin Rosa Rieck gelingen dank des großartigen Ensembles auf der bewusst reduzierten Bühne (Ausstattung: Katharina Quandt) beeindruckend markante Szenen. In denen leuchtet der scharfkantige Text von Paula Kläy, wie es in einer guten Satire sein sollte, immer wieder herrlich böse auf.“
Münchner Merkur – 17.1.25
„Andererseits ist der Tod so alltäglich wie das Reden darüber tabu – und derart von entleerten Gesten des Mitgefühls umstellt, dass es für ein Konventionen hinterfragendes Theater ein toller Stoff ist.“
TAZ – 17.1.25