Rosa Rieck
Rosa Rieck
Die Stühle (on the edge of our seat)
Stückentwicklung nach Eugène Ionesco / Studiobühne HfS
05.09.21 Premiere / HfS Studiobühne Berlin / Erstjahresprojekt Regie
In einer Fassung von Lena Reißner und Rosa Rieck
Wie kann man sich verabschieden, wenn niemand mehr da ist, der einem winkt?
Wie kann man sich von einem Leben verabschieden, dass nie stattfinden konnte?
In Die Stühle (on the edge of our seat) sind die Folgen des Klimawandels dystopische Realität geworden.
Schätzchen und Semiramis sind die letzten beiden Überlebenden der menschlichen Spezies.
In einem alten Leuchtturm, umgeben von toxischem Brachland, warten sie auf das unaufhaltsame Ende der Welt.
Wo keine Regeln mehr existieren, werden eigene geschaffen.
Wo kein Mensch mehr ist, wird immer noch auf einen gewartet.
Die beiden fangen ein letztes Mal an, zu spielen.
Denn heute ist es soweit: Die Gäste kommen. Es wird ein Fest. Eine letzte Botschaft soll verkündet werden.
„Die Stühle stehen.
Ruhe bitte.“
Ionescos frühes Drama von 1950 erzählt ein altes Ehepaar, das in einer postapokalyptischen Welt auf ihr Glück und Unglück zurückguckt. Rosa Rieck ersetzt die Protagonist*innen mit einem jungen lesbischen Paar am Ende des 21. Jahrhunderts. Die beiden müssen sich nicht von ihrer Vergangenheit verabschieden, sondern von den Zukunftsvisionen, die hätten sein können.
Die Inszenierung untersucht die Auswirkungen der Umweltzerstörung auf junge Menschen, die sie selbst nicht verschuldet haben und die Konsequenzen, die auf ihren Träumen liegen.
Lena Reißner und Rosa Rieck erweitern die Dialoge in einer Fassung, die Zusammenhänge und Abweichungen von postapokalyptischen Visionen durch die Zeiten hinweg untersucht.
In einer Fassung von Rosa Rieck und Lena Reissner
REGIE Rosa Rieck
DRAMATURGIE Lena Reißner
BÜHNENBILD Lioba Bangert, Rosa Rieck
KOSTÜMBILD Lioba Bangert, Lilja Schreiber
MUSIK/SOUND Ilkyaz Yagmur Ozkoroglu
GESANGSLEITUNG Lena Reißner
MASKE Lilja Schreiber
TECHNISCHE LEITUNG Ingmar Steinfurth